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Moppel-Ich

Vor der Transformation

Im August 2013 stellte ich – um meinen Geburtstag herum und keuchend im dritten Stock angekommen – fest, dass Treppen nicht meine Freunde waren. Der prüfende Blick an meinen 95kg herunter verriet mir auch warum. Bis Mitte zwanzig war noch alles gut gegangen, aber danach hatte wohl mein Stoffwechsel kapituliert. Ehrlicherweise musste ich mir eingestehen, dass ich auch die Jahre zuvor nicht mehr der Schlankste gewesen war… Da hatte wohl der Schreibtischjob seine Spuren hinterlassen.

Quasi in einer Kurzschlußreaktion quetschte ich mich kurze Zeit später in ein Sporttrikot und stieg auf’s Fahrrad. Gut, das hatte ich wohl noch nicht verlernt, auch wenn ich schon einmal schneller gewesen war. Ab sofort war die U-Bahn passé und ich sammelte eifrig Kilometer.

Folgenschwerer war aber der Entschluß, die Alster direkt vor meiner Wohnung zu Fuß zu erobern. Ich schnürte mir zum ersten Mal Laufschuhe auf die Schuhe, mit dem Vorsatz laufen zu gehen. Keine 800m später bereute ich es. Außer Puste, schwitzend und frustriert verfiel ich von einem schnellen Trab ins Gehen. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen!
Woche für Woche quälte ich mich wöchentlich zweimal vor die Tür und knackte irgendwann die für mich magische Distanz von 7,33km, die man braucht, um einmal die Alster zu umrunden.

Und dann kam Mike Kleiß und schrieb den Artikel Sexy und lässig – Der wirklich coole Lauftreff über die – zu diesem Zeitpunkt – gerade mal zwei Monate alten „Tide Runners“. Lauftreff hatte für mich bisher immer den Beigeschmack von alten Männern und noch älterem Schweiß gehabt, aber das hier schien anders zu sein! Der Blick auf die Facebookseite der Tide Runners tat sein übriges: Offensichtlich eine richtig coole Crew mit der richtigen Einstellung. Am darauf folgenden Mittwoch, den 02. Oktober lief ich das erste Mal mit 40 weiteren Tide Runners.

Der erste Marathon

Nach dem ersten Marathon

Die Kilometer sammelten sich, 500km sollten es Ende 2014 sein, als ich in einem Anfall von Wahnsinn dann eine weitere folgenschwere Handlung vollzog: Die Anmeldung zum Hamburger und Berliner Marathon 2015; wohlgemerkt zu einer Zeit, als ich nach 15km am Stück noch völlig aus der Puste war. Bereits Anfang 2015 fielen dann die 20km und drei Monate später glückte das Marathon-Debüt. Ich leckte Blut und bin seitdem nicht mehr stehengeblieben.